Diskussionsveranstaltung mit Hans-Christian Ströbele
Unter dem Titel “Die CDU-Spendenaffäre, oder- Wer ist Karlheinz Schreiber?” diskutierten wir die Vergangenheit des Waffenlobbyisten, die Rolle des Untersuchungsausschusses und die Verwicklung von CDU-PolitikerInnen.
Neben vielen jungen Leuten die in diesem Jahr erstmalig von Schreiber gehört haben, zog die Veranstaltung auch BerlinerInnen an die ihr Wissen zu dem Thema auffrischen wollten. Christian Ströbele erzählte anhand zentraler Daten, wie die CDU in eine Spendenaffäre mit dem Waffenlobbyisten verwickelt wurde und beantwortete viele Fragen der ZuschauerInnen. Ein Audio-Mitschnitt wird in Kürze zum Download bereitstehen.
Weitere Informationen zu Hans-Christian Ströbele: www.stroebele-online.de
Auch der Tagesspiegel war vor Ort und berichtete in einem späteren Artikel von der Veranstaltung:
DER VETERAN
Hans-Christian Ströbele sieht entspannt aus. Das hier ist nicht Wahlkampf, es ist ein Heimspiel. Der Grüne ist an diesem Abend in einem Biergarten in Friedrichshain zu Gast bei der Grünen Jugend. Und er darf etwas über die CDU-Spendenaffäre erzählen, mit der er sich intensiv beschäftigt hat, damals, im Untersuchungsausschuss. Ströbele, 70 Jahre alt, grünes Urgestein und Direktkandidat in Friedrichshain-Kreuzberg, gehört zu den ältesten Berliner Bundestagskandidaten. „Ich werde euch heute Geschichten erzählen“, sagt Ströbele, „die sind so sonderbar, ihr werdet sie kaum glauben.“ Und während er erzählt von Karlheinz Schreiber, von Walther Leisler Kiep, von ominösen Koffern, die den Besitzer wechseln, breitet sich Märchenonkelstimmung aus. Der grüne Veteran pflegt seinen Mythos: Ströbeles Kampf gegen die patriarchalische Kohl-CDU ist eine Jugendgeschichte. Klein gegen Groß, Alternative gegen Establishment. Dafür liebt ihn sein junges Publikum. Auch wenn hier viele zuvor wohl noch nie etwas von Karlheinz Schreiber gehört haben. as
(Aus “Die Stimmen von Morgen” von JAN OBERLÄNDER und ANNA SAUERBREY; erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 25.09.2009)
